Springen Sie direkt:



Wie erzähle ich mein eigenes Märchen?

 

 

Hallo Kinder!

„Es waren einmal ein Mann und eine Frau, die hatten sich schon lange ein Kind gewünscht ..." Kommt euch dieser Satzanfang bekannt vor? Bestimmt haben eure Eltern schon oft eine Gute-Nacht-Geschichte so begonnen. Denn dieses „Es war einmal" ist auf der ganzen Welt für eine bestimmte Art von Geschichten bekannt. Genau: für Märchen. Hänsel und Gretel, Rapunzel oder Rumpelstilzchen zum Beispiel.

Diese Märchen sind schon richtig alt und sehr berühmt. Denn vor genau 200 Jahren erschien das erste große Märchenbuch von Jakob und Wilhelm Grimm. Das waren zwei sehr bekannte Brüder, die in Deutschland gelebt und eigentlich fast alles gemeinsam gemacht haben. Und so haben sie eben auch zusammen 86 Märchen gesammelt und aufgeschrieben. Eine ganze Menge, oder? Und heute kennen immer noch fast alle Kinder die Märchen von Jakob und Wilhelm Grimm. Habt ihr schon in euer Bücherregal geguckt? Bestimmt findet ihr dort auch ein Märchenbuch der Brüder Grimm.

Aber wisst ihr eigentlich, dass man auch ganz leicht selbst ein Märchen erfinden kann? Ich hab mich mal mit einer Märchenerzählerin unterhalten, und sie hat ein paar Tipps für euch, wie man es richtig macht. Vielleicht habt ihr schon eine Idee für eine Geschichte. Und am Ende heißt es dann: „Wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute." Viel Spaß beim Märchenerzählen!

 

Eure Steffi & Tobi

 

 

 

Wie erzähle ich mein eigenes Märchen?

 

 

 1. Als Erstes brauchst du einen Helden, sagt die Märchenerzählerin Karin Wedra. Das kann eine Handpuppe sein, wie die Schnecke auf ihrem Finger, oder dein Lieblingskuscheltier.

Du kannst natürlich auch einen Helden erfinden - wie den Tanzbären oder die Flüsterhexe.

 

 

 2. Als Nächstes beschreibst du deinen Helden. Wie heißt er? Und wie sieht er aus? Hat er zum Beispiel eine besondere Schatzkiste, die ihm später hilft, oder kann er sehr schön singen?

Und ganz wichtig ist: Wo wohnt dein Held? Vielleicht in einer Burg oder auf einer Erdbeerinsel ...

 

 

 3. Nun merkt dein Held, dass ihm etwas fehlt. Vielleicht müffelt es in seiner Burg, oder er wünscht sich so sehr, einmal wieder Spaghetti zu essen anstatt Erdbeeren. Also schickst du deinen Helden auf die Reise.

 

 

 4. Unterwegs trifft er auf viele neue Freunde, aber sie können ihm auch nicht helfen. Kurz bevor dein Held am Ziel ankommt, trifft er auf einen Gegenspieler: eine Fee, die nicht verraten will, wie man Nudeln kocht, oder einen bösen Zauberer.

 

 

 5. Dein Held überlistet seinen Gegner, und kommt endlich ans Ziel: Das kann ein echter Ort sein, wie eine Höhle oder eine Stadt. Du kannst den Ort aber auch erfinden, zum Beispiel einen Zauberwald. Hier findet der Held eine Lösung für seine müffelnde Burg, oder er darf endlich Spaghetti essen.

Wenn du dein Märchen später noch einmal erzählen willst, hat Karin Wedra noch einen Tipp für dich: Schreib die Orte und Personen auf Kärtchen, dann vergisst du sie nicht.

 

 

Texte: Stefanie Singer; Hannah M. Pink; Illustrationen: Liliane Oser

Fotos: Hannah M. Pink

 

 

 

Weitere Themen:

Steffi und Tobi zu Besuch bei Kindern aus einem anderen Land

Wie verkleidet sich ein Schauspieler?

Wie wird aus Schokolade ein Nikolaus?

Was passiert bei der Taufe?

Wie kommen die Bilder in ein Buch?

topJump
topJump